Frage der Woche (41): November-Blues – Was kann man in Deinem Quartier dagegen unternehmen?

{lang: 'de'}

Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche geht es um den dunklen Monat November. Wenn die Tage kurz sind und die Sonne sich kaum sehen lässt, kann es schon mal sein, dass der Laune-Pegel sinkt. Welche Freizeitaktivitäten in ihren Quartieren schlagen die Stadtteilreporter für gute Stimmung an trüben Novembertagen vor?

Stadtteilreporterin Lisa Fröhling:

Herbststimmung im Stadtpark: Am besten, man fängt so viele Sonnenstrahlen wie möglich ein(Symbolbild: pa)

Herbststimmung im Stadtpark: Am besten, man fängt so viele Sonnenstrahlen wie möglich ein(Symbolbild: pa)

Wer es schafft, sich trotz der sich überall ausbreitenden Winter-Lethargie auf die schönen Seiten dieser Jahreszeit zu besinnen, ist klar im Vorteil. Und wer in Winterhude wohnt – zwischen Stadtpark und Alster also – hat es da vergleichsweise einfach.

Der positive Einfluss, den Sonnenlicht aufs Gemüt ausübt, ist ja allgemein bekannt. Und selbst wenn die Sonne von ein paar Wolken verdeckt wird, hat das Licht noch genug Kraft, um seine gemütsaufhellende Wirkung zu verbreiten. Also lautet Tipp 1: Nichts wie raus und einen herbstlichen Spaziergang oder eine Joggingrunde im Stadtpark oder an der Alster machen!

Tipp 2: Wieder zu Hause, kann man es sich in diesen Tagen mit Kerzen herrlich gemütlich machen. Kerzenlicht gibt’s nun auch in den zahlreichen Cafés am Mühlenkamp.

Tipp 3: Nun, wo die kalte Jahreszeit kommt, hat man automatisch gleich viel mehr Appetit. Da lohnt es sich endlich wieder, brunchen zu gehen. Möglichkeiten gibt’s genug in Winterhude (zum Beispiel im Bootsmann direkt am Goldbekkanal oder im Café May an der Alsterdorfer Straße).

Tipp 4: Ein Besuch in der Komödie Winterhuder Fährhaus vertreibt düstere Gedanken.

Tipp 5: Nur weil November ist, muss man noch lange nicht in den Winterschlaf fallen: Das Goldbekhaus veranstaltet nach wie vor Partys, Märkte und Konzerte und hat ein breites Programm mit Sport-, Musik- und Wellnesskursen im Angebot.

Also, Hauptsache, man schafft es, den inneren Schweinehund zu überwinden!

Stadtteilreporterin Magalie Michalak:


Meine Top Five gegen den November-Blues:

1. Ich liebe es, zu backen. Und ganz besonders liebe ich es, am Sonntagnachmittag Waffeln zu backen. Seitdem ich mir vor geraumer Zeit mein eigenes Waffeleisen gekauft habe, kann ich nun, wann immer mir danach ist, Waffeln backen. Für mich gibt es kaum etwas Köstlicheres als den Geruch von frischen Waffeln in meiner Wohnung. Wenn ich dann die erste frische Waffel vom Eisen nehme, mit Puderzucker bestreue und den ersten Bissen genieße, habe ich oft das Gefühl, dass ich im Paradies bin. Und das Gute daran ist: Waffeln sind nicht einmal schwer zuzubereiten. Das heißt, jeder kann sich sein eigenes kleines Paradies schaffen und seine eigenen köstlichen Waffeln backen und den November-Blues damit ganz genüsslich vergessen.

2. Ich liebe Alsterspaziergänge. Natürlich ist es besonders schön, einen Spaziergang in der Sommersonne zu machen, aber es kann ebenso schön sein, einen entspannten Herbstspaziergang in der nachmittäglichen Novembersonne zu machen. Warm eingepackt in meinen neuen Wintermantel, Mütze, Handschuhe und Schal macht so ein Spaziergang mindestens genauso viel Spaß wie im Sommer. Und die Vorfreude auf einen heißen Kaffee in meinem Lieblings-Café oder einen heißen Tee zu Hause runden das Gefühl der herbstlichen Gemütlichkeit ab.

2. Ich liebe es, meine Wohnung zu dekorieren. Und gerade jetzt wo die Tage wieder länger werden, gibt es einige Feiertage zu denen es sich lohnt, immer wieder neu zu dekorieren. Gerade erst letzte Woche war Halloween, in ein paar Wochen ist Thanksgiving und kurz darauf steht schon wieder Weihnachten vor der Tür. Viele Geschäfte bieten allerlei Dekorations-Material an, so dass es kein Problem für mich ist, meine Wohnung immer wieder neu zu dekorieren. Dazu ein paar Teelichter und Kerzen und meine Wohnung erscheint schnell in neuem Glanz. Es ist nicht nur ein Spaß, neu zu dekorieren, sondern die Dekorationen lassen meine Wohnung auch gleich viel gemütlicher wirken. Und Gemütlichkeit ist genau das, was die dunklen Tage erträglicher und glücklicher macht.

2. Ich liebe es, am Wochenende tagsüber auf meinem Balkon zu sitzen und in Ruhe zu lesen. Nur weil es jetzt draußen wieder kälter wird, heißt das nicht, dass ich das nicht trotzdem tun kann. Eingekuschelt in ein paar warme Decken, einen warmen Tee neben mir und ein gutes Buch vor der Nase lassen mich den November-Blues ganz schnell vergessen. Und schließlich sagt niemand, dass man seinen Balkon nur im Sommer nutzen kann.

2. Und manchmal liebe ich es tatsächlich für eine Weile die Stadt zu verlassen. Und manchmal sogar gleich das Land. Wenn ich woanders bin, merke ich oft erst wieder wie sehr ich Hamburg und mein wunderschönes Winterhude liebe. Dann ist es auch nicht wichtig, ob es kalt ist oder ob es früh dunkel wird, mir wird einfach bewusst, dass ich in der schönsten Stadt der Welt lebe und dass die Kälte und die Dunkelheit im Winter einfach dazu gehören.

In diesem Sinne: jeder November-Blues hat auch seine schönen Seiten. Enjoy!

{lang: 'de'}
Be Sociable, Share!
Dieser Beitrag wurde unter Frage der Woche veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.