Frage der Woche (36): Wenn Euer Quartier ein Monopoly-Spiel wäre, welche Straße wäre dann die Schlossallee? Und welche eher die Badstraße?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche betrachten sie ihr Quartier einmal als Monopoly-Spielbrett und erzählen, welche Straßen für sie Schlossallee, Opernplatz und Badstraße repräsentieren.

Stadtteilreporterin Pia Vagt:

Der Knickweg – momentan nicht ganz in Form (Bild: P. Vagt)

Der Knickweg – momentan nicht ganz in Form (Bild: P. Vagt)

Los geht’s mit der Badstraße, so lauten die Spielregeln. Ich finde, die liegt – zumindest momentan – im Knickweg. Hier sieht’s nämlich grade nicht nach Winterhude, sondern eher nach Krachhausen aus.


Leider ohne Semperoper (Bild: P. Vagt)

Leider ohne Semperoper (Bild: P. Vagt)

Der Opernplatz muss in der Semperstraße sein – das verlangt der Straßenname einfach. Harter Konkurrent war noch Schlingensiefs Operndorf, wo im Oktober schon mal eine Schule eröffnet wird. Aber das befindet sich im afrikanischen Burkina Faso und damit nicht ganz im Viertel.


Eine prominente Straße! (Bild: P. Vagt)

Eine prominente Straße! (Bild: P. Vagt)

Finalement kommen wir zur Schlossallee, für mich in der Agnesstraße: Hier gibt’s ganz viele weiße Villen, schnelle Autos und gegenüber liegt die Außenalster. Romy Schneider hat hier nach ihrer In-Paris-mit-Alain-Delon-Phase gewohnt – das war dieser Trottel, der ihr den Laufpass gegeben hat. (Allerdings gibt es einen tollen Witz über ihn: Ein Ehepaar sitzt beim Abendessen. Er: „Schatz, wie heißt noch mal dieses leckere französische Gewürz?“- Sie, verträumt: „Alain Delon…“)


Wohnen mit Blick auf's Wasser. Das schlägt sich sicher auf die Höhe der Miete nieder (Bild: R. Twellmann)

Wohnen mit Blick auf's Wasser. Das schlägt sich sicher auf die Höhe der Miete nieder (Bild: R. Twellmann)

Stadtteilreporterin Ricarda Twellmann:

Was in Winterhude die Park- oder Schlossallee wäre ist ja wohl ganz klar: Der Leinpfad! Ein Haus, Pardon Villa, mit Blick auf einen Alsterkanal ist mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit für wenige Hamburger bezahlbar. Hier steht wirklich ein Prachtstück neben dem anderen. Auf der anderen Seite des Wassers befinden sich weitere Villen, die teilweise sogar einen eigenen kleinen Bootsanleger haben. Wie könnte man idyllischer – und teurer – wohnen?


Altbauten an der Rehmstraße. Einigermaßen bezahlbares Wohnen in gehobener Lage (Bild: R. Twellmann)

Altbauten an der Rehmstraße. Einigermaßen bezahlbares Wohnen in gehobener Lage (Bild: R. Twellmann)

Die Lessingstraße Winterhudes ist wohl die Gegend rund um Himmel- und Rehmstraße. Hier stehen sehr schöne Altbauten, deren Mieten sich im oberen Preissegment bewegen. Mit ein bisschen Glück findet sich aber trotzdem eine bezahlbare Bleibe. Meist müssen allerdings Abstriche gemacht werden: Viele Wohnungen haben noch eine Nachtspeicherheizung oder ein altes Hamburger Schlauchbad. Trotzdem ist die Gegend, wie ich finde, eine der schönsten Wohngegenden im Quartier. Schön ruhig und grün, aber nicht zu weit ab vom Schlag.

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