Winterhudes Vertreter in der Bürgerschaft (1): Andreas C. Wankum (CDU)

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Für die CDU in der Bürgerschaft: Andreas C. Wankum (Bild: B. Fabricius)

Für die CDU in der Bürgerschaft: Andreas C. Wankum (Bild: B. Fabricius)

Nach der Wahl möchten wir den Politikern auf den Zahn fühlen, die durch die Stimmen aus Winterhude mit einem Direktmandat in die Bürgerschaft gekommen sind. Das erste Interview gibt Andreas C. Wankum (CDU):

Herr Wankum, oberflächlich gesehen ist in Winterhude doch alles gut. Wo sehen Sie Probleme, wenn Sie an der Oberfläche kratzen?

In den vergangenen Jahren konnten wir die Situation in Eppendorf und Winterhude deutlich verbessern. Woran wir weiterhin arbeiten müssen, ist das Thema Sauberkeit. Gemeinsam mit meinem Kollegen aus der Bezirksversammlung, Christoph Ploß, ist uns dort bereits während der letzten Legislaturperiode – trotz starken Widerstands – ein Durchbruch gelungen. So hat die Bezirksversammlung Nord ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die Bereiche Alster und den Stadtpark und ein neues Containersystem bei der Altpapierentsorgung beschlossen. Und das, nachdem unsere diesbezüglichen Anträge über viele Jahre hinweg einfach ignoriert wurden. Damit sind auf Initiative der CDU erste Fortschritte gelungen. Trotzdem gibt es hier noch sehr viel zu tun.


An welchen Projekten, die sie in der Bürgerschaft anstoßen wollen, arbeiten Sie momentan?

Die Verteilung der Zuständigkeiten der einzelnen Abgeordneten ist noch nicht erfolgt. Sollte ich aber weiterhin den Medienbereich betreuen, ist eines meiner Ziele die Einführung eines Medienführerscheins in Hamburg. Dieser soll allen Menschen, vom Kleinkind bis zum Senioren, den Zugang zu den neuen Medien ermöglichen beziehungsweise erleichtern. Medienkompetenz ist heute, neben Lesen, Schreiben und Rechnen, die vierte Schlüsselkompetenz. Warum die Einführung des Medienführerscheines bisher im Wesentlichen am Widerstand der grünen Leitung der Schulbehörde namentlich der Ex-Senatorin, Frau Goetsch, gescheitert ist, vermag nicht nur ich nicht zu verstehen. Darüber hinaus ist es mein Ziel, in den von mir verantworteten Bereichen darauf zu achten, dass das, was die CDU für Hamburg erreicht hat, nicht innerhalb kürzester Zeit vom neuen SPD-Senat wieder verspielt wird und Hamburg wieder eine rot-verfilzte norddeutsche schöne Stadt wird, die schläft ( H. Schmidt, Bundeskanzler a. D. ). Sie soll die europäische Metropole bleiben, zu der sie sich in der Zeit der CDU-Verantwortung entwickelt hat.



Die Stadtbahn ist in Winterhude lange Zeit das Thema Nummer eins gewesen. Die neue Regierung hat sich während des Wahlkampfes gegen dieses Projekt ausgesprochen. Wie geht es jetzt weiter?

Olaf Scholz hat sich bisher gegen die Einführung der Stadtbahn aus Kostengründen ausgesprochen. Diese Position vertraten auch wesentliche Teile der CDU-Mitglieder und der Bevölkerung Winterhudes. Er widerspricht hier seiner eigenen Partei. Auf alles Weitere bin ich genauso gespannt, wie Sie.


Die Parkplatzsituation ist katastrophal hier. Wie wollen Sie das Problem in den Griff bekommen?

Wir hoffen, dass die SPD nicht wieder in die ideologisch dominierte Einstellung zum Thema Parkplatzsituation aus der Zeit vor 2001 zurückfällt. Es gilt weiterhin, überflüssige Poller zu entfernen und zusätzlichen Parkraum zu schaffen, ohne in die Natur einzugreifen, wo es nicht nötig ist. Außerdem müssen wir bei neuen Bauprojekten mit Hilfe von Tiefgaragen neue und weitere Stellplätze schaffen und den ruhenden Verkehr, soweit möglich, „unter die Erde“ verlagern. Allerdings gehört zur Ehrlichkeit auch dazu, dass in einem dicht besiedelten und eng strukturierten Stadtteil, wie Winterhude, Parkplätze immer knapp sein werden und es schwer sein wird, ausreichend kostenfreien Parkraum für alle Autofahrer zu schaffen.

Viele Bürger beschweren sich, dass es in Winterhude zu wenige bezahlbare Wohnungen gibt. Was wollen Sie tun, um die Situation zu verbessern?

Winterhude und Eppendorf sind gefragte Stadtteile, in denen viele Menschen gerne wohnen möchten. Wir brauchen einfachere Genehmigungsverfahren, um mehr Wohnungen bauen zu können. Bürokratische und langwierige Verfahren schrecken oft Investoren ab, die Wohnungen bauen möchten.

Hier im Stadtteil werden einige Wohnungen neu gebaut, zum Beispiel an der Hellbrookstraße oder an der Jarrestraße. Dabei handelt es sich größtenteils um teure Eigentumsobjekte. Wie ist das zu rechtfertigen?

Das ist dadurch zu rechtfertigen, dass wir froh über Investoren sind, die attraktiven Wohnraum in citynaher Lage errichten wollen. In unmittelbarer räumlicher Nähe werden außerdem auch weitere, größere Bauvorhaben geplant, bei denen geförderte Wohnungen entstehen. Beim so genannten „Sozialen Wohnungsbau“ sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass dieser der für den Staat und damit die Mehrheit der Bürger teuerste Wohnungsbau ist. Denn er wird mit vom Staat und damit vom Steuerzahler subventionierten Zinsen finanziert. Zur Realität gehört auch, dass wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass Wohnraum in Deutschland und gerade in Hamburg im europäischen Vergleich noch relativ preiswert ist.     

Ricarda Twellmann

Folgendes sagten Altonas Vertreter in der Bürgerschaft:

Robert Heinemann (CDU)
Arno Münster (SPD)
Christa Goetsch (GAL)
Norbert Hackbusch (Die Linke)
Gabriele Dobusch (SPD)

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