Frage der Woche (35): Warum freust Du Dich auf den Herbst? Und wie feierst Du den Herbstbeginn in Deinem Quartier?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diesmal geht es um die schönen Seiten des Herbstes, der laut Kalender am 23. September begonnen hat. Was kannst Du nun in Deinem Quartier unternehmen, das du im Sommer nicht machen kannst?

Stadtteilreporterin Ricarda Twellmann:

Kastanien sammeln, Federweißer trinken, Flammkuchen essen und drinnen gemütlich plaudern: Der Herbst hat auch sein Gutes (Symbolbild: pa)

Kastanien sammeln, Federweißer trinken, Flammkuchen essen und drinnen gemütlich plaudern: Der Herbst hat auch sein Gutes (Symbolbild: pa)

Ich bin ein Herbstkind und finde den Herbst natürlich super, weil ich meinen Geburtstag feiern kann. Ich kann mich eigentlich an keinen Geburtstag erinnern, an dem nicht die Sonne geschienen hat. Mein Ehrentag ist nämlich Anfang Oktober, also dann, wenn man die letzten Sonnenstrahlen tanken kann und es anfängt nach Laub zu riechen.

Meistens genieße ich meinen Geburtstagskuchen sogar im Freien, weil sich die Temperaturen eigentlich immer locker über zehn Grad bewegen. Also Daumen drücken, dass das auch dieses Jahr der Fall ist.

Was ich auch schön am Herbst finde, ist dass es wieder ein bisschen eher dunkel wird. Wenn der Winter noch ein bisschen entfernt ist, kann das gar nicht so blöd sein. Ist doch gemütlich, drinnen mit Flammkuchen und Federweißen zu sitzen und zu plaudern.

Ich habe übrigens eine kleine Herbstmarotte. Jedes Jahr sammele ich die erste Kastanie ein, die ich finde. Wenn sie dann schrumpelig geworden ist, ist es meist schon Winter und der Sommer liegt gar nicht mehr in soooo weiter Ferne.


Klare Luft mit dem Duft von Herbstlaub und morgendlichen Sonnenstrahlen – herrlich (Bild: pa)

Klare Luft mit dem Duft von Herbstlaub und morgendlichen Sonnenstrahlen – herrlich (Bild: pa)

Stadtteilreporterin Magalie Michalak:

Kinder, ich liebe den Herbst! Natürlich bin ich auch immer ziemlich traurig, wenn der Sommer vorbei geht und es steigt eigentlich jedes Jahr eine gewisse Wehmut in mir auf. Besonders wenn ich daran denke, dass die Zeit der Sommerkleider und kurzen Röcke, der Flip Flops und riesigen Sonnenbrillen, der Duft von Sonnencreme auf der Haut und die langen milden Abende auf der Terrasse oder dem Balkon vorbei ist.

Das ist immer wieder aufs Neue nicht ganz einfach, denn es geht ja nicht nur der Sommer zu Ende, sondern gefühlt auch die Zeit der Unbekümmertheit und Sorglosigkeit. Wenn die Sonne scheint, scheinen viele Gedanken und negative Gefühle erst einmal ganz weit weg.

Aber es gibt Hoffnung, wie ich finde. Denn der Herbst ist mindestens genauso schön wie der Sommer! Ich kann es ab einer gewissen Spätsommerzeit kaum erwarten, ob ich morgens beim Verlassen des Hauses endlich den Herbst riechen kann. Viele werden wissen, wovon ich spreche, denn ich bin, das habe ich im Freundes- und Familienkreis recherchiert, nicht die einzige, die den Herbst riechen kann.

Es wäre dem Herbstduft nicht gerecht, wenn ich versuchen würde ihn zu beschreiben, aber zumindest so viel sei gesagt: es ist eine Mischung aus herrlich frischer, klarer Luft mit dem Duft von Herbstlaub und morgendlichen Sonnenstrahlen – es duftet einfach herrlich!


Der Herbst ist jedoch nicht nur wegen seiner frischen Luft eine Jahreszeit, die es zu genießen gilt. Es wird langsam wieder Zeit, die schicken Stiefel und wärmeren Boots aus dem Schuhschrank zu holen, die man im Sommer weiß Gott nicht gebrauchen kann.

Es wird auch wieder Zeit, neue Kombinationen mit Kleidern, Röcken, Leggings, Strumpfhosen und Stiefeln auszuprobieren, für die im Sommer gar keine Notwendigkeit bestand, denn da reichte ein Griff in den Kleiderschrank zum Lieblingskleid und das Hineinschlüpfen in die Flip Flops.

Sicher, nun brauchen wir wieder ein bisschen länger, um das passende Outfit für den Tag zu kreieren, aber nun haben wir wieder eine gelungene Entschuldigung dafür, dass es morgens einfach länger dauert. Schließlich wollen wir als modebewusste Frauen zu jeder Jahreszeit eine gute Figur machen. Und die Herbsttemperaturen animieren, nun wieder ein wenig länger vor dem Kleiderschrank und vor dem Spiegel herum zu probieren. Schließlich soll ja auch alles zusammen passen.


Der Blick nach links – wunderschön entspannend (Bild: M. Michalak)

Nach dem Spaziergang gibt es statt Eis einen heißen Tee (Bild: M. Michalak)

Endlich können wir die schicke Fellweste tragen, die schon seit Monaten im Schrank auf ihren Einsatz wartet. Nach einem sonntäglichen Alsterspaziergang schlecken wir kein Eis mehr, sondern kehren zu einer herrlichen Tasse Tee ein.

Die meisten Frauen müssen sich nicht mehr entschuldigen, dass ihnen die Füße in Sommerschläppchen doch irgendwann kalt werden. In den warmen, neuen Stiefeln haben sie endlich auch wieder warme Füße. Es wird Zeit auf die Pirsch nach einer schicken Winterjacke zu gehen, und ich habe auch hier recherchiert: Die Herbst- und Wintermode hält einige herrliche Styling-Überraschungen für das glückliche modisch versierte Herz bereit.

Die Jagd wird spannend, aber das lieben wir Frauen ja auch. Und wenn die Beute dann erst mal erlegt ist, tragen wir sie umso stolzer zur Schau. Wir können wieder zeigen, was wir an Modegespür zu bieten haben.

Weiterhin lädt der Herbst uns dazu ein, auch wieder einmal ein bisschen länger im Lieblingslokal zu verweilen. Wir müssen uns nun nicht mehr beeilen müssen, um in der warmen Abendsonne noch einen Alsterspaziergang zu machen, das komplette Makeup zu erneuern, bevor wir ausgehen, da wir tagsüber so geschwitzt haben und somit erst eine Stunde später los können, oder die letzten Sonnenstrahlen zu nutzen, um die Wäsche auf dem Balkon aufzuhängen.

Nein, mit dem Herbst kehrt auch wieder eine gewisse Gemütlichkeit ein, und da wir Menschen von Natur aus faul sind, genießen wir diese Gemütlichkeit auch sehr. Es ändert sicherlich nichts daran, dass wir uns den Sommer zurücksehnen, aber je mehr der Herbst seine gemütlichen Arme ausbreitet, desto lieber lassen wir uns darin zurücksinken und genießen die Entspannung dieser Jahreszeit.

Mein lieber Herbst, auch wenn ich mir ehrlich eingestehen muss, dass auch ich dem Sommer ein wenig hinterher trauere, so bin ich doch auf der anderen Seite wirklich glücklich, dass Du nun da bist. Ich wünsche uns beiden eine gute Zeit zusammen, und ich kann es kaum erwarten unsere Freundschaft zu vertiefen. Ich freue mich jeden Morgen auf deine frisch duftenden Luft und genieße die Annehmlichkeiten, die nur Du zu bieten hast. Und davon hast du einiges zu bieten!

In diesem Sinne: Lasst uns den Herbst in vollen Zügen genießen!

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